DJI Mavic Pro oder Phantom 4

Die richtige Drohne kaufen!

Ich verbrachte einige Zeit bei einer Drohnen Konferenz der NASA und es ist wird immer deutlicher, dass in kurzer Zeit mehrere tausend Unternehmen in den USA fliegenden Drohnen in ihren Service aufnehmen werden. Jeder, von Immobilien- und Versicherungsvertretern, um Verkehrspolizisten und Hochzeitsfotografen bewirbt sich zurzeit um eine Drohnen Genehmigung. Mittlerweile sind die Big Player wie Amazon und Google dabei Flotten von Drohnen über unseren großen Städten fliegen zu lassen, um z.B. Pakete auszuliefern.

Der Consumer-Markt boomt, sowohl DJI mit der Mavic Pro als auch Parrot verzeichnen unglaubliche Umsatzsteigerungen. Normalerweise empfehle ich Drohnen nur Menschen, die fliegen lieben oder berufsmäßig daran interessiert waren Luftaufnahmen oder Videos zu machen. Aber angesichts der aktuelle Entwicklung sind Drohnen für jeden Gadget-Liebhaber geeignet, um sich einfach mit dieser unglaublichen und faszinierenden Technologie vertraut zu machen. Ich würde es vergleichen mit den ersten Käufen eines eigenen PC in den  90er Jahren. Seien Sie der erste der sich diese unglaubliche Technik sichert.

Welche Drohne soll es nun sein? Das chinesische Startup DJI ist mit Abstand der beliebteste und profitabelste Hersteller von Freizeit-Drohnen in der Welt. DJIs Multicopter trafen genau den Nerv der Zeit:

  • einfach genug für Anfänger und sofort zu benutzen,
  • aber professionell genug, dass zwei Drittel der verkauften Drohnen für für geschäftliche Zwecke genutzt werden.

Mit der Veröffentlichung seines neuesten Modells, der Phantom 4 wird DJI seinen Vorsprung auf die Konkurrenz weiter ausbauen und Sie können die Drohne ab sofort überall kaufen. Wie beim iPhone ist das Design jeder neuen Phantom nahezu unverändert, aber eine ganze Reihe von Verbesserungen und neuen Features machen das Beste immer wieder noch besser.

Das wichtigste Merkmal jeder Drohne ist, dass sie beim Fliegen exakt auf die jeweiligen Steuerungen des Nutzers reagiert. Ein Computer und eine Drohne können beide abstürzen, aber nur eine wird vom Himmel fallen. Das erste was bei der P3 auffällt ist die stabile Position in der Luft. Die meisten Drohnen nutzen GPS-Satelliten um ihre Position zu halten, aber DJI hat mit GLONASS (das russische Gegenstück zum GPS) einen zusätzlichen Partner gefunden. Dadurch findet die P3 mehr Satelliten und findet somit schneller seine richtige Position. Zusammengefasst führt dies zu einer überragenden Leistung der Phantom 4.

Wenn Sie ein Satellitensignal (wie beim Fliegen in Innenräumen) nicht finden können, verwendet die P3 ein optisches Positionierungssystem durch eine nach unten gerichtete Kamera. Diese Funktion, die erstmals bei der teureren Inspire 1getestet wurde, funktioniert gut wenn die Bedingungen stimmen. Wenn Sie über eine Oberfläche mit gutem Kontrast fliegen, sagen wir einem Fliesenboden, ist die P3 recht stabil und lässt sich leicht in einer Position halten. Wenn Sie über eine Oberfläche mit einer gleichmäßigen Farbe und Textur, vielleicht einem weißen PVC-Boden fliegen funktioniert die Positionshaltung nicht gut, da die Drohnenkamera keine konkrete Fläche oder Muster erkennen kann.

Um das Beste aus der Positionsstabilisierung zu bekommen erfordert es die Kalibrierung des Kompasses, wenn Sie an einen neuen Standort kommen. Sie müssen ein kleinen „Kompass Tanz“ aufführen ( Drehen der Drohne um 360 Grad um die X und Y-Achsen).

Es gibt mehrere Modelle der P3: alle haben die gleichen Rahmen und Fernbedienungen, aber verschiedene Kameras. Ich habe nur die Möglichkeit gehabt, ein Modell zu testen. Ich habe großartige 4K Videos in unterschiedlichen Lichteinstrahlungen und knackige 12-Megapixel-Standbilder machen können. Wenn Sie die Drohne schweben lassen, sieht das Video aus, als ob es auf einem Stativ aufgenommen wurde. Sogar bei mäßigen Winden bei mehreren hundert Metern in der Luft entstehen einzigartige Aufnahmen. Der einzige Nachteil der Stabilisierung ist, dass wenn Sie die Drohne horizontal drehen oder die Kamera schwenken sich die Qualität etwas verschlechtert. Dies ist aber ein bekanntes Problem bei vielen Drohnen Modellen.DJI Phantom 3

Die Akkulaufzeit der P3 ist eine nette Verbesserung gegenüber seinem Vorgänger. Ich habe regelmäßig 20-25 Minuten Flugzeit gehabt. Im Vergleich zu den 15 bis 20 Minuten, die ich auf der Vision-2+ bekam. Die neue Batterie ist leider nicht mit älteren Versionen der Drohne oder dem alten Ladegerät kompatibel. Auch umgekehrt funktionieren die alten Batterien nicht mit der neuen Phantom 4. Und Sie bekommen leider nur eine Batterie beim Kauf. Es dauert 40 bis 50 Minuten, um eine volle Ladung zu erhalten, dass Ladegerät kann jetzt allerdings ihre Batterie und Fernbedienung gleichzeitig aufladen.

Die Fernbedienung hat ein erweitertes Video-Downlink-System integriert, genannt LightBridge. Das bedeutet, dass ein Zubehörteil welches das Unternehmen noch immer für 1400€ das Stück verkauft jetzt Standard mit der neuen Modellreihe wird . Es bedeutet auch, dass Sie nicht mehr darüber nachdenken müssen, den externen Wi-Fi-Verstärker an die alte Fernbedienung zu befestigen. Das ist eine große Verbesserung durch die Verkleingerung der Ausrüstung und erspart somit wertvolle Vorbereitungszeit. Sie brauchen kein mobiles Gerät, um die Drohne zufliegen – es funktioniert mit Funksignalen – aber um wirklich alles aus ihr heraus zu holen, sollten Sie ein Handy oder Tablet an Ihrer Fernbedienung befestigen um die dazugehörige App optimal zu nutzen.

Hier das offizielle Video von DJI zur Markteinführung der Phantom 4:

In den nächsten Tagen folgt dann der zweite Teil meines Phantom 4 Tests.

Bis dahin viel Spaß beim Fliegen!